Über berufsbegleitendes Lernen und Ausbildung

Laut dem Richtlinienhandbuch der Europäischen Kommission unter dem Namen: "Berufsbegleitendes Lernen in Europa. Praktiken- und Richtlinienhinweise", http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/repository/education/policy/vocational-policy/doc/alliance/work-based-learning-in-europe_en.pdf ist berufsbegleitendes Lernen (WBL) ein grundlegender Aspekt der Berufsausbildung – es ist direkt mit dem Auftrag von Berufsbildung verbunden, Lernende dabei zu unterstützen, die für das Arbeitsleben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben.

In ganz Europa können drei Hauptmodelle des WBL identifiziert werden:

  • Duale Berufsbildung oder Berufsausbildung sind in Österreich und Deutschland in der Regel als „Dualsystem“ bekannt. Das basiert grundlegend auf der Integration von Unternehmen als Ausbildungsanbieter zusammen mit Berufsbildungsschulen oder anderen Bildungs- oder Ausbildungseinrichtungen. In diesen Programmen verbringen die Auszubildenden viel Zeit mit der Ausbildung in Unternehmen.
  • Ein zweites Modell des berufsbegleitenden Lernens ist die schulbasierte Berufsausbildung, welches Phasen von On-the-Job-Training in Unternehmen beinhaltet. Das On-the-Job-Training umfasst normalerweise Praktika, die als vorgeschriebener oder optionaler Bestandteil von Berufsausbildungsprogrammen integriert werden und zu formalen Qualifikationen führen.
  • Letztlich gibt es noch das in einem schulbasierten Programm integrierte berufsbegleitende Lernen, durch Labore vor Ort, Werkstätten, Küchen, Restaurants, Junior- oder Übungsfirmen, Simulationen oder echte Wirtschafts- / Industrieprojektaufträge. Das Ziel ist es, “reale“ Arbeitsumgebungen zu schaffen.

Berufsbegleitendes Lernen ist ein Beispiel für eine Win-win-Situation, insbesondere wenn das Lernen in einem Unternehmen stattfindet, wie bei Ausbildungen. Laut des CEDEFOP, helfen Ausbildungen und andere Formen des berufsbegleitenden Lernens jungen Menschen, bei einem reibungslosen Übergang von der Schule / Berufsausbildung zur Beschäftigung.

In Europa herrscht weitgehender Konsens darüber, dass Lehrlingsausbildung ein effizientes Mittel zur Bewältigung von Ungleichgewichten auf dem Arbeitsmarkt sein kann. Dadurch wurde in der Veröffentlichung der Europäischen Kommission Bildung neu denken: In Kompetenzen investieren für bessere sozioökonomische Ergebnisse“ (2012), qualitative Ausbildungen und andere Formen des berufsbegleitenden Lernens als strategische Priorität bestimmt.

Die Europäische Kommission hat im Oktober 2017 einen Vorschlag für ein Europäisches Rahmenkonzept für Qualität und effektive Berufsausbildungen eingeführt. (EuropeanFrameworkforQualityandEffectiveApprenticeships). Diese Initiative ist Teil der im Juni 2016 eingeführten New Skills Agenda für Europa. (NewSkillsAgendaforEurope)

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.cedefop.europa.eu/el/events-and-projects/projects/apprenticeships-work-based-learning